Ehegelübde

Das Ehegelübde ist ein wichtiger und zentraler Teil der kirchlichen Hochzeit. Kurz und bündig, jedoch trotzdem aussagekräftig, sollen alle anwesenden Gäste und natürlich auch dein Partner erfahren, was du an ihm oder ihr besonders findest.
Insofern ist es gar nicht verkehrt, wenn man sich Inspiration aus Liebesfilmen holt. Immerhin haben diese bereits viele Menschen zu Tränen gerührt.

Aber Achtung: Die Zitate aus bekannten Filmen sind ebenso bekannt. Ehegelübde sollte ohnehin grundsätzlich individuell und persönlich sein. Es handelt sich hierbei um einen Ausdruck von Liebe und ein persönliches ewiges Versprechen – das Vortragen ist eines der romantischsten Momente einer Hochzeit. Ganz wichtig ist also die sorgfältige und eigenständige Vorbereitung.

Gleich vorweg: Das Ehegelübde ist kein Muss.

Wenn dir oder deinem Partner die Artikulation seiner Gefühle in der Öffentlichkeit besonders schwer fällt könnt ihr diesen Teil auch auslassen. Dieser Teil der Hochzeit ist zwar eine romantische Geste, aber sicher kein verpflichtender Beweis eurer Liebe. Ihr braucht keinen Beweis vor der Öffentlichkeit, immerhin habt ihr euch ja schon zur Ehe entschlossen.

Wenn ihr euch für eigene Ehegelübde entscheidet, ist es empfehlenswert vor dem Verfassen über eure Beziehung nachzudenken. Viele Paare nehmen sich auch die Zeit für ein Ehegelübde-Date, um beispielsweise bei einem romantischen Candle Light Dinner in Erinnerungen zu schwelgen, bevor man sich selbstständig ans Schreiben macht.

Arbeitet auch einen gemeinsamen Leitfaden aus, damit die Gelübde zusammenpassen und euch als Ehepaar präsentiert.

Ehegelübde schreiben leicht gemacht

Das Zeitlimit: Wir empfehlen 1 bis maximal 3 Minuten, um die Aufmerksamkeitsspanne der Gäste nicht zu strapazieren. Kurz und bündig fesselt mehr.

Der Stil: Bevorzugt ihr ein durch und durch romantisches Gelübde, oder ist euch das zu kitschig? Wollt ihr gern ein bisschen Humor oder gar Poesie mit reinbringen? Eure Gelübde sollen natürlich persönlich und demnach auch unterschiedlich sein, stimmt euch aber vorher aufeinander ab, damit die Ehegelübde nicht zusammenhangslos wirken.

Bist du nun beim Schreiben angelangt, hilft als allererster Schritt ein stichwortartiges Brainstorming mit Allem, was dir einfällt, was du an deinem Partner liebst und was du ihm sagen möchtest. Wie habt ihr euch kennen und lieben gelernt?

Wann hast du beschlossen, der Partner sei die richtige Wahl für dein Leben? Wo seht ihr euch in fünf und wo seht ihr euch in 50 Jahren? Nutze auch nette Anekdoten, welche die positiven Eigenschaften deines Partners unterstreichen und denke an harte Zeiten, an denen er oder sie dich unterstützt hat.

Hast du nun eine Mindmap mit Stichworten vor dir, versuche, die Wörter in eine Struktur zu bringen und das Ehegelübde nun in einen Fließtext zu verwandeln. Bleib dir dabei treu und benutze deinen eigenen Wortschatz, alles andere wirkt gekünstelt. Schreibe auch Versprechen auf, die du deinem Partner geben willst.
Hilfreich ist es, das fertige Gelübde als Probe guten Freunden vorzutragen.

Auch Eltern bieten sich hier an, die haben oft mehr Erfahrung und wertvolle Ratschläge, als man glaubt. Perfektioniere den Vortrag, aber achte darauf, dass du dabei natürlich klingst. Es soll bei der Hochzeit genauso von Herzen kommen, wie beim Schreiben.

TIPP: Wenn du am Tag der Hochzeit beim Vortragen des Ehegelübdes etwas nervös bist, keine Sorge. Das macht das Ganze noch sympathischer.