Ehevertrag

Durch einen Ehevertrag könnt ihr bestimmte Regeln für eine Ehe vereinbaren, welche vor Allem bei einer Trennung in Kraft treten. Dieser Vertrag muss notariell beurkundet werden. Ihr könnt den Ehevertrag vor oder auch während der Ehe schließen.

Natürlich wünscht ihr euch, dass eure Liebe ein Leben lang hält. Und natürlich wünschen wir euch ebenso die ewige Liebe. Bezüglich Partnerschaft und Lebensplanung herrscht jedoch trotzdem gegenwärtig ein nüchterner und offener Zugang, auch wenn es um den Ehevertrag geht. Durch einen Ehevertrag eröffnen sich viele praktische Möglichkeiten. So kann man Themen wie beispielsweise Unterhaltszahlungen im Falle einer Scheidung und Versorgungsausgleiche regeln.

Den Vertrag kannst du auch während der Ehe wieder ändern lassen. Sinn macht es ebenfalls, wenn du oder dein Partner eine andere Staatsangehörigkeit besitzt, mittels eines Ehevertrags festzulegen, welches nationale Recht bei einer Scheidung oder im Todesfall gelten soll.

Falls dir also ein Ehevertrag vorschwebt, bespreche auch dieses Thema so schnell wie möglich mit deinem Partner, denn gerade weil es sich hier um ein unangenehmes Thema handelt, sollte es so schnell wie möglich ausdiskutiert sein, um die weitere Planung und Organisation der Hochzeit nicht zu belasten.

Die kirchliche Trauung ist ein Versprechen zwischen Braut und Bräutigam „bis, dass der Tod euch scheidet“ füreinander da zu sein, ob nun in guten wie in schlechten Zeiten. Dieses wunderschöne Versprechen ist ab diesem Zeitpunkt ein Band zwischen euch als Paar, welches euch euer gemeinsames Leben lang begleiten soll.

Trotzdem ist es die Verantwortung der Heiratenden, sich bereits vor der Ehe zu informieren, welche Pflichten und Gesetze nun über das Eherecht mit der standesamtlichen Hochzeit auf euch zukommen.

Die standesamtliche Hochzeit sorgt für die Rechtsgültigkeit eurer Ehe. Damit das auch reibungslos klappt, benötigt ihr folgende Papiere bei der Anmeldung:

  • Abschrift des Geburtenbuches
  • Lichtbildausweis
  • Nachweis der Staatsangehörigkeit
  • Urkundenachweise für Ihre akademischen Titel

Wenn ihr bereits verheiratet wart, benötigt ihr noch die Heiratsurkunde inklusive Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde des ehemaligen Ehepartners. Wenn die frühere Ehe auch Kinder hervorgebracht hat, werden Zeugnisse vermögenrechtlicher Auseinandersetzung benötigt. Beachten Sie, dass genannte Dokumente nicht älter als 6 Monate sein sollten.

Der Ehevertrag ermöglicht es eurer Ehe spezifische Anpassungen am Eherecht vorzunehmen. Dadurch können Braut und Bräutigam bestimmte Regeln für Ehe vereinbaren, welche vor Allem bei einer Trennung in Kraft treten. DiesenVertrag musst du notariell beurkundigen lassen. Man kann vor oder auch während der Ehe schließen.

Mehr Informationen dazu findet ihr hier im Beitrag „Der Ehevertrag“.
Der gemeinsame Familienname kann entweder vom Mann oder auch von der Frau übernommen werden. Eine Möglichkeit wäre auch die Bildung eines Doppelnamens aus beiden. Dies ist allerdings nicht möglich, wenn beide Ehepartner bereits vor der Hochzeit den gleichen Nachnamen getragen haben.

Ehevertrag und Familienname:

Entscheidest du dich jedoch, weiterhin getrennte Namen zu führen, muss bereits bei der Eheschließung bekannt gegeben werden, welcher Familiennamen für Kinder, die aus deiner Ehe hervorgehen, gewünscht wird.

Hat nun ein Ehepartner seinen Namen geändert, gilt es einige Dinge in Form von Ummeldungen zu erledigen. Den Führerschein und Zulassungsschein zum Beispiel müsst ihr beim Verkehrsamt vornehmen. Auch beim Arbeitgeber, bei der Bank und bei Versicherungen musst du den Namen ändern lassen. Bringt auch gleich die Aktualisierung des Personalausweises und/oder Reisepasses hinter euch.
Nicht vergessen: Die Behördengänge und die Bürokratie ist umso schneller erledigt, umso schneller ihr damit anfängt. Und das Glück der Ehe ist das allemal wert.